Das Museum im Sackhaus

Seit 2001 betreiben wir vom HGV das Heimat – Geschichtsmuseum Oberer Kahlgrund. Das Museum befindet sich im Obergeschoß des ältesten Teils des Sackhauses in Schöllkrippen (von 1473) und ist selbst das wichtigste „Museumsstück“.

Da wir nur über den einen Raum verfügen, bieten wir jährlich wechselnde Ausstellungen an. Zu unserem Konzept gehört auch, die Kahlgründer Bevölkerung mit einzubinden, indem wir sie um Leihgaben für die jeweilige Ausstellung bitten. Wie man unter Archiv/Ausstellungen sehen kann, kommen dabei sehr interessante Exponate zum Vorschein, die so einem breiten Publikum gezeigt werden können.

Öffnungszeiten: jeweils am 1. Sonntag im Monat von 14 – 16 Uhr.
Eintritt: frei, Spenden werden gerne entgegen genommen.

 

Sollten Sie eine Museumsführungen außerhalb der Öffnungszeiten wünschen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

E-Mail: info@hgv-oberer-kahlgrund.de

Michaela Gagola
Tel.: 06024 / 50 97 687

Karin Thoma
Tel.: 06024 / 90 40

Streiflichter aus der Geschichte eines über 500-jährigen Gebäudes:

  • BAU DES SACKHAUSES

    Bau des Sackhauses, dessen Eichenholz aus dem Spessart entnommen wurde. Dies geschah wohl zur Dienstzeit von Hans Kyle, des ersten Laubmeisters über den Spessart, der auch Vogt und Schultheis zu Schöllkrippen war. Der Fachwerk-Speicher mit Lehmgefachen entstand abseits der sonstigen Bebauung. Seine Funktion bestand darin, dass der Mainzer Amtsinhaber dort den Zehnt, die Naturalsteuer, in Empfang nehmen und auch lagern konnte.

  • ERWEITERUNG

    Erweiterung durch einen repräsentativen Fachwerkbaus im Renaissance-Stil an den Kernbau des Sackhauses. Auf einer Knagge (Balkenende) ist die Jahreszahl 1572 zu lesen. Die ungewöhnlich reichen Zierformen des Fachwerks wie „Mannfiguren“ und „Feuerböcke“ weisen auf Wohlstand hin und darauf, dass uralte „Schutzsymbole“ ebenfalls eine Renaissance erlebten.

  • ERWEITERUNG

    Erweiterung durch einen Steinbau, der dem Darstellungsbedürfnis eines späteren Amtsvorstehers gerecht wurde.

  • ERWEITERUNG

    Erweiterung um einen Anbau über die ganze Länge (NW-Seite) des Gebäudeensembles, die sogenannte Abschleppung, zur erheblichen Vergrößerung der Wohn- und Wirtschaftsräume des Amtsinhabers.

  • PRIVATISIERUNG

    Privatisierung des Sackhauses. Es ging in den Besitz von vier Familien über. Grund für diese gravierende Veränderung war, dass der Sitz des „Amtes an der Kalde – Schöllkrippen“, damals mit dem von Oberafferbach vereinigt und die Kellerei von Kaltenberg neuer Amtssitz wurde.

  • BEINAHE ABRISS

    gab es noch zwei private Nutzer des Sackhauses, an dem der Zahn der Zeit immer stärker nagte; der Wunsch nach Abriss wurde schon geäußert…..

  • BESONDERS SCHÜTZENSWERT

    setzte der Kreisrat und Rektor Theo Büttner, Schöllkrippen, alle Hebel in Bewegung, um eine Anerkennung des Sackhauses als besonders schützenswertes, historisches Gebäude zu erlangen.

  • Gründung HGV

    Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins Oberer Kahlgrund e.V. von vielen engagierten Bürgern des Oberen Kahlgrundes, der sich zunächst hauptsächlich um den Erhalt des Sackhauses kümmerte.

  • KAUF

    1995 stimmte der Gemeinderat des Marktes Schöllkrippen mit 11:4 Stimmen dem Kauf des Sackhauses zu.

  • SANIERUNG

    Nutzungs- und Finanzierungskonzepte entstanden und es konnte mit der Sanierung begonnen werden.

  • SOZIALSTATION

    Übergabe des Sackhauses seiner Bestimmung: Sozialstation,  Seniorentagesstätte,  Museumsraum,  Archiv,  Vortragsraum